Ausbildung in Düsseldorfer
Startups & Klein- und Kleinstunternehmen

23.04.2019

Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im E-Commerce – besonders für kleine und junge Unternehmen interessant

Die vergangene Startup-Woche in Düsseldorf brachte eine Reihe spannender Vorträge, Veranstaltungen und Workshops, die an unterschiedlichen Orten in Düsseldorf stattfanden. Informieren, Netzwerken und Spaß haben war angesagt! Unser Team von „T-shirt meets Tie“ berichtete über den Ausbildungsgang Kaufmann/-frau im E-Commerce.

Das stetig an Bedeutung gewinnende Thema „E-Commerce“ wurde auf der Startup-Woche dieses Jahr mit gleich drei Veranstaltungen abgedeckt. E-Commerce bezeichnet jegliche Form von Internethandel und ist ein wichtiger Vertriebskanal vieler Unternehmen. Besonders kleine Unternehmen können vom Internethandel profitieren und mit überschaubaren Kosten eine große Reichweite erzielen. Aufgrund des sich verändernden Konsumverhaltens vieler Kund/innen ist die Erreichbarkeit im Internet wichtiger denn je. Unternehmen, die keine Onlinepräsenz haben, werden mittelfristig Marktanteile verlieren.

Bei der Veranstaltung „E-Commerce – Tax & Legal Basics“ beantworteten Egon Schmitz, Felix Erler und Dennis Marl vom Wirtschaftsprüfer EGSZ aktuelle und praxisrelevante Rechts- und Steuerfragen. Die Experten beleuchteten dabei Themen wie Rechtsformen, Rechtssicherheit des Onlineshops, Datenschutz, grenzüberschreitendem Handel und vieles mehr. Um das sonst eher theoretische Thema praxisnah darzustellen, veranschaulichten die Wirtschaftsprüfer die Inhalte anhand des Lebenslaufs von myDoli, eine Firma, die nachhaltige und visuell ansprechende Trinkflaschen aus Glas herstellt. Der Geschäftsführer des Startups, Anatoli Teichrib, berichtet zudem von seinen Erfahrungen.

Starken Bedeutungszuwachs erfährt E-Commerce im Einzelhandel: Dort werden zehn Prozent des Gesamtumsatzes durch den Onlinehandel erzielt[1]. Somit entsteht ein wachsender Fachkräftebedarf im Online- und Multi-Channel-Handel. So gibt es seit dem 1. August 2018 den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce, an dem der Handelsverband Deutschland (HDE) seit 2015 gearbeitet hat. An diesem Punkt knüpfte unsere Beraterin Julia Schmidt an und stellte den Gästen der Veranstaltung unser Projekt „T-shirt meets Tie“ vor. Ziel des Projekts ist die Förderung, Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Düsseldorf.

Während der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im E-Commerce lernen die Azubis wie man einen Online-Shop aufbaut, Produkte einpflegt, Kennzahlen analysiert, Rechnungen bearbeitet, Marketing-Maßnahmen entwickelt und den Kundenkontakt pflegt: Ein zukunftsfähiger Beruf in einer Wachstumsbranche.

Sind auch Sie am Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce oder grundsätzlich am Thema Ausbildung interessiert? Dann kommen Sie auf uns zu! Gerne bieten wir auch Ihnen eine kostenfreie Unterstützung rund um das Thema Ausbildung an!

[1] Handelsverband Deutschland (2017): HDE-Online-Monitor: E-Commerce bleibt Wachstumsmotor: https://einzelhandel.de/press/aktuellemeldungen/9348-hde-online-monitor-e-commmerce-bleibt-wachstumsmotor

25.09.2018

Der frühe Vogel fängt den … Azubi?

Diese Frage wollen wir in diesem Post beantworten und haben dafür mit Stefan Ernst von der Ausbildungsberatung der IHK Düsseldorf gesprochen.

TMT: Guten Tag Herr Ernst. Welche Vorteile sehen Sie darin, wenn Unternehmen frühzeitig, beispielsweise bereits ein Jahr vor Ausbildungsbeginn, mit der Bewerbungsphase beginnen?

Herr Ernst: Der größte Vorteil ist sicherlich, dass die Unternehmen einfach mehr Zeit haben, den ausgewählten Azubi besser kennenzulernen. Sollte z.B. ein Praktikum zum Kennenlernen geplant sein, ist dies sicherlich einfacher einzuplanen, wenn die Zeit bis zum Ausbildungsstart nicht drängt.

TMT: Würden Sie sagen, dass die frühen Bewerber auch die selbstständigeren sind?

Herr Ernst: Junge Erwachsene, die sich frühzeitig mit dem Thema Ausbildung beschäftigen, sind oft verantwortungsbewusste, junge Menschen, die sich Gedanken um ihre Zukunft machen. Das heißt auf keinen Fall, dass spätere Bewerber nicht genauso gut in das Unternehmen passen können. Trotzdem sollte man das Risiko nicht eingehen, am Ende keinen geeigneten Bewerber gefunden zu haben und deshalb mit einem frühen Kick-Off der Bewerbungsphase eine möglichst große Anzahl an potenziellen Bewerbern ansprechen.

TMT: … und diese Azubis wissen dann auch eher, was sie wollen?

Herr Ernst: So sollte man das nicht sehen. Die Zielgruppe befindet sich trotzdem in einer wichtigen Orientierungsphase ihres Lebens. Aber gerade das spricht auch wieder für einen frühen Start der Bewerbungsphase, um die jungen Erwachsenen bei der Orientierung zu unterstützen und auch im eigenen Unternehmen Wege aufzeigen zu können.

TMT: Was ist denn nun der „richtige“ Zeitpunkt?

Herr Ernst: Das hängt stark von der Branche ab und zusätzlich von Events wie Ausbildungsmessen, auf denen man das aktuelle Interesse der Bewerber einschätzen kann. Meine Meinung ist hier jedoch einfach: Je früher, desto besser!

TMT: Was hält denn – Ihrer Meinung nach – Unternehmen bisher davon ab, sich frühzeitig um das Ausbildungsmarketing zu kümmern?

Herr Ernst: Die Angst, den Azubi wieder zu verlieren, spielt dabei eine große Rolle. Je früher die Zusage für die Stelle steht, desto mehr Zeit haben auch die Bewerber, sich noch anderweitig zu informieren. Wer sagt denn, dass nicht jemand im August Bankkaufmann werden möchte und dann im März doch lieber ein Studium beginnen oder ins Ausland gehen möchte.

TMT: Und wie kann dies verhindert werden?

Herr Ernst: Gerade hier kommt die Bedeutung von genügend zeitlichen Ressourcen ins Spiel. Oft sind Bewerbungs- und Einstellungsprozesse langwierige, interne Vorgänge. Dadurch können die Bewerber leicht verunsichert werden. Hier ist es dann wichtig, den Prozess möglichst transparent zu gestalten und den oder die Bewerber über den aktuellen Status zu informieren. Vor allem aber nach der Entscheidung für eine/n Bewerber/in ist es wichtig, den Azubi dann an den Betrieb zu binden und ins Team mit einzubeziehen, um sein Interesse am Ausbildungsbeginn hoch zu halten. Bei der Gestaltung der „Azubi-Bindung“ sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ideen wären neben Probearbeiten oder Praktika vor allem eine Einladung zur Weihnachtsfeier/Betriebsfest oder das Senden einer Geburtstagskarte, immer mit der Botschaft „Wir freuen uns auf dich!“ Für solche Aufmerksamkeiten braucht es jedoch immer auch genügend Zeit, um sie authentisch in den Prozess einbinden zu können.

TMT: Das waren ja schon eine ganze Menge nützlicher Tipps für die ausbildenden Unternehmen. Haben Sie abschließend noch weitere Anregungen zu dem Thema, die Sie gerne mit auf den Weg geben würden?

Herr Ernst: Der Fachkräftemarkt im IT-Bereich in Düsseldorf ist zum aktuellen Zeitpunkt leergefegt. Das bringt die sehr positive Entwicklung mit sich, dass die Unternehmen selbst beginnen, auszubilden. Hier fällt mir auf, dass dies jedoch meist erst einige Monate vor Ausbildungsbeginn geplant wird. Wünschenswert wäre aufgrund all der Vorteile, die ich im Laufe des Gesprächs genannt habe, ein früherer Beginn der Planung und Umsetzung, auch wenn dies zunächst mit Aufwand und personeller Bindung im Unternehmen verbunden ist. Unterstützung dabei können Projekte wie TmT oder die Ausbildungsberatung der IHK leisten, um den Unternehmen Unsicherheiten zu nehmen und einen guten Ausbildungsstart zu erleichtern.

TMT: Herr Ernst, vielen Dank für das interessante Gespräch!

Liebe zukünftige Ausbilder,

mit diesem Interview hoffen wir, einige Perspektiven aufzeigen zu können, die eine frühe Ausbildungsplanung lohnenswert machen! Wir unterstützen euer Team sehr gerne. Zögert nicht, einen Check-Up Termin mit einem unserer Beraterinnen oder Berater zu vereinbaren. Dann steht dem Fangen des frühen Azubis nichts mehr im Wege!

14.05.2018

t-shirt meets tie @ azubi speeddating – Im Gespräch mit Jonathan Natzel von der WELTENMACHER GmbH

Am 09.05. fand in der CCD Stadthalle das von der IHK Düsseldorf veranstaltete Azubi-Speeddating statt. Mit dabei waren die Weltenmacher, ein junges Start-Up, das seit letztem Jahr vom Beraterteam von T-Shirt meets Tie auf dem Weg zur Schaffung eines Ausbildungsplatzes begleitet wird. Wir haben Herrn Natzel dort getroffen und uns mit ihm über seine bisherigen Erfahrungen unterhalten.


TMT: Guten Tag, Herr Natzel, was macht Ihr Unternehmen?
JN: Wir machen Lernsoftware als Spiele – Educational Games. Aus unserer Sicht soll Lernen Spaß machen. Wir nutzen dies auch im Ausbildungskontext, z.B. in der Chemie. In Form von VR-Headsets, wo Auszubildende durch das Gerät erleben, was sie im Beruf erwarten könnte. Sie können zum Beispiel als angehender Chemie-Laborant im virtuellen Raum experimentieren und besonders wichtig: Fehler machen. Da darf es dann auch mal brennen und knallen, in der virtuellen Welt ist das kein Problem.
TMT: Was hat Sie dazu motiviert, im Bereich Ausbildung tätig zu werden?
JN: Wir glauben, dass wir hierdurch junge Talente entdecken und weiterentwickeln können, dass unser Team die Fähigkeiten dafür hat. Dazu braucht es für uns als kleines Unternehmen allerdings einen „Perfect Fit“, ansonsten können wir eine Ausbildung nicht stemmen. Alles beruht auf gegenseitigem Engagement von Auszubildendem und Ausbilder.
TMT: … auch gerade, weil Ihr Betrieb sehr spezifisch ist?
JN: Genau, weil wir jung und spezifisch sind. Und gerade in einem jüngeren Tema ist es elementar, dass man da an einem Strang zieht.
TMT: Sie nehmen ja bei unserem Projekt TMT teil, was haben Sie sich erhofft?
JN: Wir sind sehr offen für neue, innovative Dinge und haben uns erhofft, von engagierten Leuten Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Azubi zu bekommen. Gerade in einem jungen und kleinen Unternehmen mit hohen Ansprüchen ist es schwierig, geeignete Kandidaten zu finden. Das ist dann immer mit viel Zeit verbunden. Unser Wunsch war, dass wir durch externe Hilfe darauf gestoßen werden.
TMT: Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Projekt?
JN: Ein endgültiges Feedback kann ich erst geben, wenn wir einen Azubi gefunden haben, aber bisher sind wir sehr zufrieden. Eine Sache hat sich direkt gelohnt: Durch das Projekt wurden wir direkt an die Hand genommen. Damit war sichergestellt, dass sich gekümmert wird. Gerade in Start-Ups mit viel Arbeit und wenig Zeit ist es immer wichtig, wenn wir auf bestimmte Sachen wie z.B. dieses Speeddating hingewiesen werden. Das ist dann immer der entscheidende Trigger, um auch teilzunehmen.
TMT: Herr Natzel, vielen Dank für das nette und interessante Gespräch!

20.09.2017

Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce – innovativ und zukunftsorientiert ausbilden

Eine große Auswahl von Waren und Dienstleistungen ist im Internet erwerblich – Tendenz deutlich steigend. Der Online-Handel boomt und diejenigen, die ihn erfolgreich betreiben, haben sich erforderliches Wissen und Kompetenzen meist selbst angeeignet. Diese Kompetenzen sind mittlerweile auch im herkömmlichen Einzel- und Großhandel stark gefragt. Nicht nur die Nachfrage ist gewaltig; der Onlinehandel birgt durch sein starkes Wachstum auch ein großes Potential für Ausbildungsplätze. So groß, dass der Handelsverband Deutschland (HDE) in Kooperation mit Unternehmen und weiteren Verbänden den Ausbildungsgang Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce konzipiert hat.

Wirtschaft und Arbeit 4.0 brauchen Ausbildung 4.0

Der Beruf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce ist ein Puzzleteil im Prozess, Unternehmen, ihre Mitarbeitenden und Strukturen im Zeitalter der Digitalisierung wettbewerbsfähig zu halten. Und nicht nur das: Der Einsatz ausgebildeter Fachkräfte ermöglicht die Digitalisierung im Handel proaktiv voranzutreiben. Ab August 2018 haben Unternehmen die Chance, junge Menschen zu Fachkräften mit kaufmännischen Fähigkeiten hoher Zukunftsrelevanz zu entwickeln. Nach drei Jahren Ausbildung gehört der Umgang mit Online-Vertriebskanälen, das Bewirtschaften eines Onlineshops sowie Marketing und Controlling zu den Kernkompetenzen der jungen Mitarbeitenden.

Unternehmen sehen Ausbildung im E-Commerce als Gewinn

Der HDE schätzt die Zahl der Lehrstellen für kommendes Jahr auf etwa 1000 Stellen bei 150 Unternehmen aller Branchen. Nicht nur die Handelsbranche, sondern auch Vertreter aus Versicherungen, Tourismuskonzernen, Hotels und Industrie zeigen großes Interesse. Die erste bundesweite Vorstellung des neuen Berufes am 29. August in Düsseldorf gab den offiziellen Startschuss. Die nächste Möglichkeit für interessierte Unternehmen bietet eine Veranstaltung der IHK-Köln am 12. Oktober 2017. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.